Jeder, der mich ein paar Tage oder Wochen kennt, kann mir ohne nachzudenken attestieren, dass ich eine Nachteule bin. Tagsüber grummelig und zu kaum was zu gebrauchen - Nachts hingegen hellwach und eigentlich kaum tot zu kriegen.
Trotzdem werde ich immer wieder seltsam angeschaut, wenn ich sage, dass ich spät nachts zum Training gehe - McFit machts möglich.
Aber...was treibt mich denn nun zu dieser merkwürdigen Angewohnheit? Während meines Trainings heut nacht viel es mir wieder zu genüge auf:
1. Grund: Lärm
Es ist wirklich unerträglich, wenn man vor ca. 0:30Uhr ins Studio kommt. Überall wird gelabert, man hört Gewichte runterrumsen (Goodbye, Gelenke!) und selbst der iPod auf Anschlag kann dagegen kaum was ausrichten.
Ich mein - das wäre an sich nicht so schlimm, wenn es mal laut ist. Dagegen sag ich ja nichts - und Gewichte kann man auch nicht immer leise ablegen. Aber dauerhaft? Muss doch echt nicht sein!
2. Grund: Zuviele Leute und besetzte Geräte
Oh gott, wie ich sowas hasse. Ich hab meine normale Routine, die auch genauso befolgt wird. Die ist relativ abgestimmt, dass Muskeln wechselseitig belastet und während des ganzen Trainings gleichmäßig verteilt trainiert werden. Und wenn ich dann sehe, dass an der einzigen gottverdammten dualen Ruderzugmaschine jemand sitzt und meine Routine zunichte macht - dann TICK ICH AUS! (Innerlich, versteht sich - Pazifist und so) Klar, man kann mal nen Satz warten. Hab ich auch absolut nix dagegen. Aber wenn der a) extra langsam macht und b) noch 3 Sätze oder mehr vor sich hat...Grrr!
Oh - und zuviele Leute an sich fördern natürlich den Lärmpegel (siehe 1. Grund).
3. Grund: Unordnung
McFit hat nachts von 22 bis 6 Uhr "Nachtwächter". Ihre Aufgabe ist u.a. für Ordnung zu sorgen - also Gewichte wieder auf die dafür vorgesehenen Ständer tun, wenns die "Sportler" nicht tun.
An sich ne klasse Idee. Doof nur, dass sie es scheinbar nur einmal in der Nacht machen...und zwar so gegen 2 Uhr.
Ganz großes Tennis, wenn man mal früher kommen muss (Studium und so); dann sucht man sich dumm und dämlich nach dem richtigen paar Kurzhanteln. Oder nach passenden Gewichten für die anderen Geräte. Sah heute wieder aus wie bei Hempels unterm Sofa.
4. Grund: Parkplatz
Wer jemals nach Frankfurt/Main musste und dort am Tag einen Parkplatz gesucht hat, wird mir wohl bestätigen können: Parkplatzsuche in Frankfurt ist die Hölle auf Erden! Und ich rede da jetzt nicht von einem warmen, kuscheligen Platz mit Succubi die einem das "Leben" schön machen. Ohhh nein. Schmerzen, Peitschenhiebe, unerträgliche Hitze - DIESE Hölle meine ich.
In Frankfurt kann man schonmal eine halbe Stunde damit verbringen einen geeigneten Parkplatz zu finden, wo nicht gerade "Anwohnerparken" drauf steht.
Auch darum ziehe ich es vor, nachts zu trainieren - dann stiehlt mir nämlich niemand meine Parklücke :)
Zu den Punkten 1 bis 3 muss man aber sagen: an anderen Tagen ist es erträglicher. Heute bin ich mal nicht anstatt ~1 Uhr sondern schon 23:30 gegangen. Ich habs mir also selber eingebrockt.
Trotzdem: Tags trainieren ist purer Selbstmord! *nick*
Mehr zum Training oder zu anderen Dingen (meine Zwänge z.B. - das wäre mal was) beim nächsten Mal - ich sollte mich mal langsam ins Bett begeben.
Gute Nacht!
Sehr gut beschrieben, die Gründe. Mit geht es ähnlich: Die Überbevölkerung in Fitnessstudios ist zu hoch also trainiere ich abends, wenn die letzten Stöhner und Duracell-Häschen längst in der Sauna schmoren oder ihr Postworkout-Bierchen zu sich nehmen. Und seit ich das so mache, habe ich viel Weniger Gründe, mich über andere aufzuregen. Guter Artikel, gut beobachtet, weiter so :-) Fette Grüße vom Fitnesszwerg
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