Donnerstag, 3. Juni 2010

Spleens für alle!

Morgens, halb 10 in Deutschland.
Da trifft man hart arbeitende Bürohengste in den Hochhäusern Frankfurts; Schüler, die ihre kurze Pause zwischen den Unterrichtsstunden genießen...
Und mich, wie ich gerade aus dem Bett falle - Student sein machts möglich.
Langsam quäle ich mich unter meiner Decke hervor und steh mehr schlecht als recht auf. Ein kurzer Umweg zum Wecker - BÄM, ausgemacht - und dann noch eben den PC angemacht. Danach fix ne Jeans angezogen und noch im Halbschlaf zur Tür in Richtung Küche getorkelt; das Frühstück ruft.
Im Augenwinkel seh ich die Lichtschalter neben der Tür und in Sekundenbruchteilen schlägt mein geistiger Zustand von "total neben der Spur" auf "hellwach" um:

Die Lichtschalter sind nicht gleich geschaltet!

Mit einem schnellen und gezielten Schlag ändere ich diesen Missstand und verfalle gleich darauf wieder in meine Morgen-Lethargie und setze meinen Weg in die Küche fort.

Der Sinn des obigen Textes? Ganz einfach - ich wollte euch einen meiner Spleen zeigen.

Spleen Nummer 1:

Lichtschalter, die nah beieinander sind, müssen in die gleiche Richtung zeigen. Also muss z.B. die eingedrückte Hälfte der Schalter gleichzeitig oben sein. Oben UND unten geht mal gar nicht! Und wenn ich dafür durch den ganzen Raum mehrmals laufen muss weil es sonst nicht anders geht - mir egal; Gleichschaltung (hoho!) muss sein!

Zweiter Spleen:

Routinen sind einzuhalten. Klingt einfacher als es ist.
Beispiel Sport:
Ich geh normalerweise aller zwei Tage zum Training. Also z.B. Montag, Mittwoch, Freitag, Sonntag etc etc...
Wenn jetzt aber wegen irgendetwas der Mittwoch ausfällt ist die Woche für mich gelaufen. Um einen Tag das ganze nach hinten verschieben? Quasi ein Ding der Unmöglichkeit! Der Rest der Woche wird ausgesetzt und ich fang wieder am nächsten Montag neu mit der Routine an.

Spleen Nummer 3:

Fingerrotationen
"Hä? Was ist das denn nu?" - das werden sich wohl die meisten nun fragen.
Erklärung zum mitmachen:
Stellt euren Daumen in Opposition zu eurem Zeigefinger (gegenüberstellen! -.-). Nun die Zeigefingerkuppe mit der Daumenkuppe berühren. Das gleiche macht man bei den anderen Fingern. Dann gehts weiter mit dem nächsttieferen Fingersegment; wieder jedes entsprechende Segment der Finger berühren. Man führe das nun weiter bis man am untersten Segment angekommen und fertig ist. Hand wechseln, das gleiche Spiel mit der anderen Hand machen. Dann das ganze rückwärts. Oder sich eine andere Art und Weise ausdenken, was man mit seinen Fingern machen kann. Aber immer darauf achten: Jeder Finger sollte gleich behandelt sein.

Toll,oder? :D

Nächster Spleen - Nummer 4

Der bildete sich recht stark in meiner Zeit an der Fachoberschule aus und hat sich seitdem etwas zurückgebildet...nichtsdestotrotz:
Bei uns aufm "Schulhof" (so konnte man das eigentlich nicht mehr nennen, weil es ja keine richtigen Schüler mehr waren) gabs auch einen Abschnitt mit Sträuchern die an den Enden durch massive Betonblocks begrenzt waren. Meine Klasse stand dort immer rum...auf dem Boden natürlich. Und ich? Dreimal dürft ihr raten; natürlich auf dem Betonblock. Wieso? Übersicht ist alles! Ich mag Übersicht (oder ist es eher Kontrolle?) über Situationen und über die Informationen innerhalb einer Gruppe sowie über solche, die die Gruppe betreffen.

Der fünfte Spleen:

Zu Liedern muss ich den Text können. Punkt. Da gibt es keinen Weg drumherum. Ein neues Album gekauft? Text lernen, aber flott!
Ich kann wirklich kaum ein Lied (auf englischer Sprache wohlgemerkt) genießen, wenn ich den Text nicht weiß. Manche Death Metal Songs, okay. Die leg ich ein um Frust abzubauen. Aber der große Rest? Keine Chance. :/


Sicherlich hab ich noch irgendwelche anderen kleineren oder größeren Macken. Allein sie fallen mir derzeit nicht ein. Oder sind so "normal" für mich, dass ich gar nicht mehr drüber nachdenke.

Wer mag, kann die 5 da oben ja gerne analysieren und mich auf eine Couch bitten ;)

Ansonsten...bis später :)

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