Freitag, 27. August 2010

Reisebericht Teil 2

Sorry für die Verspätung. Irgendwie bin ich nur seeehr begrenzt motiviert was zu schreiben. Keine Ahnung wieso...muss wohl erst richtig reinkommen *grins*

Also...weiter mit dem Reisebericht! Kleine Erinnerung: der erste endete dort, wo ich das Flugzeug von Dublin nach Chicago O’hare betrat.

Wie schon letztens geschrieben betrat ich pünktlich um 12:50 das Flugzeug. Pünktlich heißt dabei „geplante Abflugzeit“. Joah...geplant entsprach hier irgendwie nicht der Realität. Wirklich los ging es nämlich erst gegen halb 2, also ne gute halbe Stunde später. Grund war, dass noch auf einen Fluggast gewartet werden musste, der dann nicht kam und erstmal sein Gepäckstück gesucht und aus dem Flugzeug geschafft werden musste.

Der Innenraum hatte sowas bei knapp 50 Reihen mit je 9/10 Sitzen; drei am rechten Fenster, drei am linken und vier in der Mitte (weiter hinten bei mir nur 3). Ich hatte einen Gangplatz in der Mitte erwischt..und glücklicherweise war der mittlere Sitz bei mir frei! Wohoo – keine Probleme mit dem Handgepäck! Das dachte sich auch mein Quasi-Sitznachbar und wir haben uns echt über diesen Zufall im sonst randvoll gefüllten Flugzeug gefreut. Er war übrigens Niederländer und mit seiner Family für 2 Wochen in den Staaten um der Nascar-Rennserie zu folgen (oder sowas...).

Zu unserer weiteren Freude sahen wir auch, dass JEDER Sitz in der Kopfstütze einen Monitor für den Hintermann hatte! Und was es da alles zu bieten gab: Filme (sogar neue wie der aktuelle Shrek!), Serien (z.b. Big Bang Theory, Two and a half man, Sex and the City), Musik und Musikvideos und sogar ein paar Spiele. Auch sehr informativ war auch ein Infobildschirm mit solchen Dingen wie Fluggeschwindigkeit, Flughöhe, Distanz bis zum Ziel, Zeit am Zielort und noch ein paar andere Daten.



Hier kam übrigens wieder unsere tolle Lage ins Spiel (2 Leute auf 3 Sitzen). Da in der Mitte niemand saß wurde der mittlere Monitor einfach für die Daten für uns beide benutzt und jeder konnte trotzdem seinen Film schauen etc. :D

Gegen 15:30 Dublin Zeit (also 16:30 in Deutschland) gabs dann „Mittagessen“..oder das, was man darunter im Flugzeug verstehen kann. Zum Futtern gabs einen Salatmix mit so ziemlich allen Variationen (Etwas Nudelsalat, etwas Kartoffelsalat und der Rest „konventioneller“ Salat) sowie Hühnchen, Gemüse und Kartoffelwürfel. Oh...und einen Cookie! War eigentlich ganz okay...

Danach wars für eine Stunde erstmal ruhig bis dann gegen 16:30 die Leuchten über uns angingen „Please fasten your seatbelt“ – „Bitte legen Sie Ihren Sicherheitsgurt an“. Turbulenzen! Geil! Ich hab mich echt gefreut wie ein kleines Kind bei einer McDonalds-Geburtstagsfeier. Klingt bestimmt irrational, aber egal. Es ging ein bisschen auf und ab, aber nach so zehn Minuten war der Spuk/Spaß auch schon vorbei und passierte weitere 3-4 Stunden nichts außer dass ich mir einige Serien angeschaut und viel Musik gehört habe.

Um 20:20 Dublin Zeit (Deutschland 21:20, Chicago 14:20) gabs dann wieder was zum Essen. Ist dann nun Abendessen oder Kaffee gewesen? Aufgrund der Zusammensetzung würd ich mal zu „Kaffee“ tendieren: Rosinenbrötchen (ganz schöner Klopper) mit Butter und Marmelade, dazu Kaffee oder Tee. Nix spektakuläres also.

Gegen 21 Uhr Dublin, 22 Uhr Deutschland und 15 Uhr Chicago Zeit haben wir dann zum Landeanflug angesetzt und pünktlich(!) um 15:10 war dann der Aufschlag..äh... das Aufsetzen der Maschine. Gottseidank gabs kein Applaus, find sowas schrecklich. Ab sofort werd ich übrigens in Chicago/US Zeit schreiben und nur manchmal Deutschland einstreuen – Ich bin 7 Stunden hinter euch; ist also nicht schwer zum Rechnen :D



Nachdem sich die Passagiere aus dem Flugzeug gequält hatten – das hat eeewig gedauert! – bin ich dann zum Baggage Claim (also zur Gepäckausgabe) gegangen. Und hab gewartet. Und gewartet. Es wurde langsam etwas lichter unter den anderen Wartenden und mein Gepäck war noch nicht da. Panik? Öhm...ja, ein wenig. Aber gerade wo es unaushaltbar wurde kam mein schwarzer Hartschalenkoffer zum Vorschein und mir fiel ein Stein vom Herzen. Danach noch fix zum Zoll, den es überhaupt nicht interessierte, dass ich Bier mit hatte (ähm...okay?!) und dann ging das Suchen los.

Und zwar nach Telefon, Bus und WiFi/Wlan. Telefon um Chris anzurufen, der mich in Milwaukee abholen sollte (dazu später mehr), Bus um nach Milwaukee erstmal irgendwie zu kommen... und WiFi/Wlan um mich bei Foursquare im Flughafen einzuchecken. „Bitte was?“ – mag sich mancher Fragen (u.a. meine Mum, die das hier ja auch liest...).

Kleiner Erklärungsversuch:
Foursquare.com ist eine Seite, wo man sich mit mobilen Geräten die eine Internetverbindung haben an den Orten, wo man ist – z.b. Flughafen, Supermarkt, Kino etc . etc. – „einchecken“ kann. Bringt meistens nicht viel, macht aber Spaß. Und manche Läden geben Rabatte, wenn man der Major – also der mit den meisten Check-Ins - dieses Ladens ist.

Ein Telefon hab ich dann relativ fix gefunden. Aber das akzeptierte nur Münzen. Ich hatte nur Scheine. Dolle Wurst. Also musste ich mir erstmal Münzgeld besorgen um Chris anzurufen. Gesagt... getan... und wieder zum Münztelefon zurück. Nach kurzem Warten ging er dann auch ans Telefon (Wohoo!) und nach ein paar Verständigungsproblemen wusste er auch, dass ich nun da bin und mich gleich zum Bus aufmache und er sich dann später in Bewegung setzen kann. Weiter kamen wir jedoch nicht, weil dann die Verbindung starb. Wie kann sie das nur tun?!

Ich war also wieder auf mich allein gestellt. Auf einem Flughafen der mir fremd war. In einem Land wo ich Ausländer war. Mit viel Gepäck. Ohne die leiseste Ahnung, wo der Bus ist. Doofe Situation, sehr doof. Aber kein Problem – wofür kann man Leute fragen? Das tat ich dann auch und kam nach einigen Hin und Her zum Busterminal mit dem Bus nach Milwaukee. Mittlerweile war es bereits 16:25 – ich hatte also eine knappe Stunde seit der Gepäckausgabe verbraucht. Wow!



Fix ein Ticket für 26 Dollar für die Fahrt gekauft und dann gings in den Bus... wobei mir eine junge Dame half, die zufälligerweise Deutsch konnte. Sie hatte in Darmstadt, München und Berlin studiert und konnte daher perfektes Deutsch – ein Segen! WiFi hatte ich sogar auch ganz kurz gefunden also war ich erstmal wieder rundum glücklich. Oh...wie wenig ich doch zu dieser Zeit wusste...

Um 16.45 Uhr Ortszeit bzw. 23:45 Uhr deutscher Zeit fuhr dann der Bus mit mir von Chicago nach Milwaukee ab...und hier endet auch der zweite Teil des Reiseberichts. Im dritten und letzten Teil erzähle ich euch dann über Polizisten, die ein Auge zudrücken, Taxifahrer, die verdammt unsicher fahren und über meine Großstadtsurvival-Skills!

Zum Abschluss noch ein paar Bilder von der Busreise..
Bis dann, Stefan :)





Sonntag, 15. August 2010

Reisebericht Teil 1

Hallo und endlich mal ein Lebenszeichen auf diesem Weg von mir!

Die Reise hab ich also überlebt...aber wie, das ist eine andere Sache.
Aber fangen wir von vorne an.

Am Donnerstag morgen um 6:30, 6:35 und 6:40 schellte der Wecker. Normale Menschen würden dann wohl aufstehen bei einem unglaublich wichtigen Flug den man nicht verpassen darf. Aber ich? Ich blieb liegen und hab den Wecker ausgeschaltet. Schonmal ein toller Anfang. Aufgestanden bin ich dann schlussendlich um 7:15 - also zu der Uhrzeit, wo ich schon auf dem Weg zur U-Bahnstation sein wollte. Naja...
15 Minuten später war ich dann auf dem Weg zu einer Reise, die mich ungefähr 5 Jahre hat altern lassen.

Die U-Bahn war natürlich wieder mal übervoll. Die S-Bahn später auch. Gottseidank erklang dann gegen 8:20 die Durchsage "Frankfurt Airport" und ich konnte mich auf dem Weg zum Schalter für meine Tickets machen. Doof nur, dass da eine laaange Schlange war. Also anstehen, warten, nachrücken, warten, nachrücken...und endlich nach 20 Minuten dran sein. Noch kurz das Übergepäck bezahlen (wo mich der Kerl vom Schalter erstmal schockte und mir sagte, dass ich 300€ zahlen darf! Waren aber am Ende nur 40) und ich hielt meine Tickets für den Flug in Händen.

Danach war erstmal eine kurze Pause angesagt und ich setzte mich gegen 9:30 ins Starbucks und hatte mein - soweit ich weiß - erstes Getränk von da. Kein Kaffee, sondern "Mango-Passionsfrucht Eistee". War echt lecker! Kurz darauf gings dann zum Check-In (Gürtel abschnallen nicht vergessen!) und in die Boarding Lounge zum...warten!
Diesmal auf den Bus, der uns zum Flugzeug auf dem Rollfeld brachte. Start war planmäßig um 10:50 Frankfurter Ortszeit und ich konnte mich an meinem Fenster entspannen.

Hier eine kleine Info am Rande bezüglich den Uhrzeiten:
Ich bin von Frankfurt über Dublin nach Chicago geflogen. Soll heißen ich hatte mit 3 Zeitzonen zu arbeiten. Wenn es z.B. in Deutschland 17:00 Uhr ist, ist es in Irland 16:00 Uhr und in Chicago erst 10:00 Uhr. Ich werde also später direkt drauf hinweisen in welcher Zeitzone wir uns grad befinden :)

Zurück zum Ablauf:
Um 12:00 FT (Frankfurt Time) kam dann englisches Festland in Sicht und ich leistete mir eine kleine Mahlzeit im Flugzeug. Dummerweise war das nicht im Flug drin...aber naja, egal. Kaffee und ein Sandwich für glaub 5€ sind nicht grad billig aber der Hunger forderte es nunmal :)
Um 12:50 FT bzw. 11:50 DT (Dublin Time) war dann Touchdown am Dublin Airport. Nach ewigem Warten bis endlich mal alle aus dem Flugzeug (Übrigens ein A320) rauskommen und ich mich gen meinem Anschlussflug bewegen konnte, kam mir dann das hier entgegen:



Irische Schrift! Ich fands echt witzig und musste davon einfach ein Bild machen :)
Kurz darauf kam dann auch gleich die nächste Überraschung:



Lidl in Irland? Echt jetzt? Wow...das war unerwartet. Aber irgendwie cool :)

Nungut...weiter von diesen angenehmen Sachen zum ersten Stresstest für meine Nerven: Check-In in Dublin für den Flug nach Chicago.

Das Problem hierbei ist nicht unbedingt das Einchecken als solches...sondern die Schwierigkeiten die man mit den US-Behörden hat. Die halten einen nämlich erstmal auf und lassen einen zwei Formulare ausfüllen.
Woher kommst du?
Wer bist du?
Was willst du hier?
Wo wirst du wohnen?

Und so weiter und so fort...

An sich ja keine große Sache. Doof ist nur, wenn man seine US-Adresse nicht weiß. Also erstmal voller Panikmodus AN! Weil...wie komm ich ins Flugzeug wenn die mich nicht durch die Kontrolle lassen weil ich meine Adresse nicht weiß?! Ich hab dann einfach mal nichts dort reingeschrieben und bin brav zum Schalter gegangen.
Natürlich gab das erstmal einen kritischen Blick von der Dame am Kontrollfenster und ich musste lang und breit erklären, dass ich ein Austauschstudent in Milwaukee bin und ich halt nicht die genaue Adresse vom Wohnheim weiß.
Glücklicherweise winkte sie mich durch. Unglücklicherweise musste ich mir das ganze noch zweimal antun. Inklusive Erklärungsversuche und viel Bangen auf meiner Seite, obs denn jetzt ohne Probleme weiter geht oder ob ich echt ein großes Problem habe.
Im Endeffekt lief aber alles glatt und ich betrat meine Maschine (ein Airbus 330-300) von Dublin nach Chicago genau pünktlich um 12:50 DT (also 13:50 FT).

Aber das war noch laaange nicht alles, was mir auf der Reise zugestoßen ist. Verzweifelte Anrufe, Missverständnisse sowie allgemeiner Irrsinn und Hilflosigkeit erwarten euch im nächsten Teil meines Reiseberichts in den nächsten Tagen!
Also: dranbleiben und weiterlesen! ;)

Bis dahin!

Montag, 9. August 2010

Das Ende der Werbeunterbrechung!

Hallooo!

Gott, hier hat sich ja Staub angesammelt :X

Ich könnt ja jetzt nach Ausreden suchen, wieso ich so eeewig lange nichts mehr gebloggt habe.. Zum Beispiel wegen Klausurphase und Stress (hä?) mit irgendwas. Aber ganz ehrlich? Ich hatte einfach keinen Bock und wusste auch nicht, was ich schreiben sollte :)

Aber das sollte sich bald ändern:

Nächsten Donnerstag gehts für nen knappes halbes Jahr in die USA! *yay* :D

Kleine Erklärung gefällig? Gerne!

Ich studier ja in Frankfurt/Main "International Finance" und in dem Studiengang ist ein Auslandssemester vorgeschrieben. Ja genau, vorgeschrieben. Nix da mit "Man könnte ja mal.." oder "wenn ich Zeit und Geld habe..". Nene, das MUSS gemacht werden :]

Und dieses Auslandssemester ist jetzt endlich rangekommen. Manche meine Kommilitonnen sind schon weg (z.b. in Sydney oder Melbourne), andere fahren/fliegen erst nach mir. Unter anderem nach Toronto, London oder San Jose.

Für mich wird es Milwaukee in Wisconsin sein. Sagt euch nichts? Verständlich, kennt auch nicht jeder. Das liegt etwas nördlich von Chicago an den großen Seen im Norden der USA. Dort werd ich dann bis Mitte Januar bleiben und währenddessen studieren, rumreisen und den "American Way of Life" leben...jedenfalls ist das der Plan.

Aber erstmal muss ich da hinkommen...
Dazu werd ich übrigens schauen, dass ich mehrere Einträge über meinen Weg von mir zuhause bis in die Staaten schreibe. Gibt ja für mich mehrere Etappen, da ich nicht Non-stop fliege sondern einen Zwischenstop in Dublin einlege (ist halt günstiger^^).

Morgen oder so werd ich mal einen Blogpost über das schreiben, was ich überhaupt zur Zeit so mache. Hab ja sonst nicht viel zu tun (wie man sehen wird :X )

Bis dahin erstmal Tschö mit Ö und so ;)